oghurt-Käsekuchen im Soufflé-Stil – luftig wie eine Wolke, feinporig und überraschend leicht. Genau so soll er aussehen: hoch, zart, mit Puderzucker und einer Krume, die auf der Zunge zergeht.
Das Foto zeigt keinen klassischen deutschen Quarkkuchen und auch nicht den viralen Kühlschrank-Snack aus Joghurt und Keksen. Es ist ein gebackener Joghurt-Käsekuchen nach japanischer Art: Eischnee wird untergehoben, der Kuchen gart im Wasserbad und bleibt dadurch wattig-weich.
Zutaten für eine Springform Ø 18–20 cm (8 Stück)
- 300 g griechischer Naturjoghurt (mind. 10 % Fett), Zimmertemperatur
- 4 Eier (Größe M), Zimmertemperatur
- 90 g Zucker
- 40 g Weizenmehl Type 405
- 20 g Speisestärke
- 1 EL Zitronensaft + Abrieb von ½ Bio-Zitrone
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 30 g Butter, geschmolzen und etwas abgekühlt (optional, macht ihn cremiger)
- Butter und Backpapier für die Form
- Puderzucker zum Bestäuben
Zusätzlich: Alufolie und eine tiefe Auflaufform für das Wasserbad.
Tipp: Nur Naturjoghurt mit 1,5 % Fett? Dann 2–3 Stunden in einem Sieb mit Küchentuch abtropfen lassen, sonst wird der Kuchen nass.
Vorbereitung
- Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen – keine Umluft.
- Springform fetten, Boden mit Backpapier auslegen. Den Rand ebenfalls mit einem hohen Papierstreifen auskleiden (4–5 cm über den Formrand stehen lassen – der Teig steigt stark).
- Die Form außen wasserdicht mit 2–3 Lagen Alufolie einwickeln.
Teig
1. Eigelbmasse
Eier trennen. Eigelbe mit Joghurt, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Vanille und der optionalen Butter glatt rühren. Mehl und Speisestärke darüber sieben und klümpchenfrei unterrühren.
2. Eischnee
Eiweiß mit der Prise Salz schaumig schlagen. Zucker in drei Portionen einrieseln lassen und nur bis zu mittelfesten, glänzenden Spitzen aufschlagen – nicht steif und trocken. Zu fester Schnee reißt später die Oberfläche und der Kuchen fällt zusammen.
3. Unterheben
Ein Drittel des Eischnees kräftig unter die Joghurtmasse rühren, damit sie lockerer wird. Den Rest mit einem Teigspatel vorsichtig unterheben, bis die Masse seidig und luftig ist – genau so wie auf dem oberen Foto. Nicht zu lange rühren, sonst entweicht die Luft.
Backen
- Teig in die Form füllen, Oberfläche glatt streichen. Die Form ein- bis zweimal aus geringer Höhe auf die Arbeitsfläche aufstoßen, damit große Luftblasen entweichen.
- Form in die Auflaufform stellen und heißes Wasser bis zur halben Formhöhe eingießen.
- 20 Minuten bei 150 °C backen, dann auf 130–140 °C reduzieren und weitere 45–50 Minuten backen.
Die Oberfläche soll hellgold sein, die Mitte darf noch ganz leicht wackeln. Wird die Kruste zu dunkel, locker mit Alufolie abdecken.
Abkühlen – der wichtigste Schritt
Ofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen und den Kuchen 15–20 Minuten im Ofen lassen. Danach herausnehmen, in der Form auf Zimmertemperatur abkühlen und mindestens 3 Stunden (besser über Nacht) kühlen.
Erst dann den Rand lösen, mit Puderzucker bestäuben und servieren.
Warum er so schmeckt
Griechischer Joghurt bringt milde Säure und Cremigkeit, Zitrone frischt auf, Vanille rundet ab. Durch den Eischnee und das Wasserbad entsteht die feine, watteartige Krume – nicht schwer wie New-York-Cheesecake, sondern leicht und überraschend.
Sehr gut zu Beeren, etwas Sahne oder einfach pur.
Gelingtipps
- Alle Zutaten zimmerwarm verwenden, sonst klumpt die Masse.
- Eischnee nur mittelfest schlagen.
- Keine Umluft – die trocknet den Kuchen aus und lässt ihn reißen.
- Den Ofen in der ersten Stunde nicht öffnen.
- Sofort aus dem Ofen nehmen = der Kuchen fällt stark ein. Langsames Abkühlen ist Pflicht.
- In der Mitte darf er nach der Backzeit noch ganz leicht wackeln; er festigt sich beim Kühlen.
- Hält sich abgedeckt im Kühlschrank 3 Tage, schmeckt am zweiten Tag oft noch besser.







